06. Februar 2026

Es braucht die Wertschätzung der täglichen Arbeit!

Aktive Mittagspause im Finanzamt Stralsund

  • Bedienstete des Finanzamtes Stralsund in der aktiven Mittagspause
  • Bedienstete des Finanzamtes Stralsund in der aktiven Mittagspause

Im Finanzamt Stralsund nutzten am 05. Februar 2026 ca. 80 Kolleginnen und Kollegen trotz eisiger Temperaturen, Schneefall und glatten Wegen die aktive Mittagspause, um vor dem Dienstgebäude sichtbar auf die laufenden Tarifverhandlungen im TV‑L aufmerksam zu machen und für mehr Wertschätzung ihrer täglichen Arbeit zu werben.

Katja Lehmann, Ortsverbandsvorsitzendes des Finanzamts Stralsund, und Frank Höhne, stellv. dbb Landesvorsitzender in M-V, berichteten über den Stand der Tarifverhandlungen und gaben den Gewerkschaftsforderungen für spürbare Einkommenserhöhungen Nachdruck. Sie machten deutlich, dass die hochwertigen Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger nur mit motivierten Beschäftigten möglich sind, deren gute Arbeit sich auch in der Bezahlung widerspiegeln muss. Gefordert werden eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, zusätzlich 200 Euro mehr für Nachwuchskräfte sowie eine Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten.

Die widrigen Witterungsbedingungen mit Eis und Schnee unterstrichen dabei symbolisch, dass die Kolleginnen und Kollegen des Finanzamts Stralsund auch unter erschwerten Umständen für Respekt, faire Einkommen und verlässliche Zukunftsaussichten im öffentlichen Dienst einstehen. Da die bisherigen Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben sind, sehen die Beschäftigten des Finanzamts Stralsund die aktive Mittagspause als Signal an die Arbeitgeberseite, insbesondere an den Finanzminister Herrn Dr. Geue und an die Ministerpräsidentin Frau Schwesig, dass Wertschätzung mehr ist als Worte und sich in einem fairen Tarifabschluss mit klaren Perspektiven für alle Beschäftigtengruppen ausdrücken muss.